Talgpickel im Intimbereich

Es gibt auch Talgpickel im Intimbereich, weil es am ganzen Körper Talgdrüsen unter der Haut gibt. Davon ist eben auch der Intimbereich nicht ausgenommen. Verstopfen die Drüsen, kann das produzierte Sekret nicht abfließen. Eine mögliche Folge sind Mitesser, kleinere gelblich-weiße Pickel und größere Talgknoten.

Mitesser und kleine Pickel werden zwar im Intimbereich als unästhetisch empfunden, stellen aber aus medizinischer Sicht zunächst kein Problem dar. In der Regel genügen einfache hygienische Mittel, um ihnen entgegenzuwirken. Werden die Pickel größer, verhärten oder entzünden sich gar durch eindringende Bakterien, sollten Sie einer Behandlung nicht aus dem Weg gehen: Sie können schmerzhaft sein und eine Entzündung kann sich durch eine Verteilung der Bakterien ausbreiten. Je länger Sie also mit einer Behandlung warten, umso unangenehmer kann die Angelegenheit werden und umso langwieriger eine erfolgreiche Behandlung sein.

Talgpickel im Intimbereich – mögliche Ursachen

Verantwortlich sind immer verstopfte Talgdrüsen. Allerdings leiden nicht alle Menschen in gleichem Maß darunter. Eine übermäßige Produktion kann an großen Drüsen liegen, bei vermehrter Schweißbildung neigen sie ebenfalls zur Verstopfung. Ursächlich können eine genetische Veranlagung, ein hormonelles Ungleichgewicht, Stress und eine ungesunde Lebensweise sein, auch mangelnde Hygiene begünstigt einen Sekretstau und Entzündungen.

Vorbeugung und Behandlungsmöglichkeiten

Meiden sie Alkohol und Nikotin und versuchen Sie, eventuellen Stress zu reduzieren, um die Schweiß- und Talgproduktion zu reduzieren. Nehmen Sie Medikamente ein, sprechen Sie Ihren Arzt an, ob diese für eine Verstopfung der Drüsen verantwortlich sein könnten.

Achten Sie im Sommer darauf, dass die Wäsche im Intimbereich nicht scheuert, und tragen Sie bevorzugt Naturfasern wie atmungsaktive Baumwolle. Die tägliche Hygiene ist besonders wichtig, um eine Verhornung der Haut zu vermeiden.

Ärzte raten oft zu sanften Reinigungsmitteln. Verschiedene Salben helfen, die Haut aufzuweichen und wirken zugleich desinfizierend – ein Sekretstau kann dann leichter austreten und einer Ausbreitung von Bakterien wird entgegengewirkt. Gelegentlich wird Zinksalbe empfohlen, idealerweise sollten Sie aber Ihren Arzt um Rat bitten.

In besonders schweren Fällen kann – je nach Ursache – eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden, auch ist es möglich, Talgpickel im Intimbereich mittels Lasertherapie zu behandeln. Es ist nicht zu empfehlen, die Pickel einfach ausdrücken, denn das Sekret könnte sich dann unter der Haut verteilen und das Eindringen von Bakterien wird begünstigt.

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